Server Quota’s mit WordPress anzeigen
codestyling | 07. September 2010 | 23:52
Wenn man auf einem Server seine Installation(en) von WordPress hat, stellt sich immer mal wieder die Frage, wie nah man an der Grenze der möglichen Dateien oder dem Ende der erlaubten Speicherplatzes ist. Bisher hieß es immer, das bekommt man nicht raus.
Das wollte ich so nicht stehen lassen, denn der Provider zeigt das schließlich in seinem Backend auch an. Ich habe also eine ganze Weile gebraucht, um das rauszufinden. Doch es gibt einige Einschränkungen, wenn man diese Daten haben möchte.
Der Einstieg in die wunderbare Welt der Betriebssysteme
Gleich das erste Problem ist die unterschiedliche Art und Weise, wie das Unix und Windows basierte Systeme bereitstellen. In Unix Systeme ist das halbwegs standardisiert und kann auch von einem PHP Script aufbereitet werden. Der Unix basierte Ansatz sollte also auch für Mac OS X funktionieren, jedoch konnte ich das nicht testen.
Anders sieht es da schon bei Windows aus. Nicht jede Windows Version unterstützt überhaupt Quota’s. Meist sind es die Professional und höheren Versionen sowie alle Server Versionen. Außerdem kennt Windows nur die Beschränkung eines Nutzers auf Speicherplatz. Eine Einschränkung der Anzahl von Dateien kennt Windows schlicht nicht.
Windows und die Fallstricke
Auf Windows Versionen funktioniert das nur, wenn auch Quota’s möglich sind. Zweite Voraussetzung ist, daß das Script mit ausreichend Berechtigung ausgeführt wird, denn Windows ist nicht fähig, die Quota Informationen im User Level rauszurücken. In sofern konnte ich das nur mit meinem XAMPP testen, der unter Win7 als Dienst läuft. Dies reicht bereits aus, um die Informationen zu bekommen. Bei Provideren mit strikteren Einstellungen wird das vermutlich nicht funktionieren.
Ich habe die Quota Anzeige in mein Plugin WP System Health integriert und stelle diese mit dem nächsten Update zur Verfügung. Dies könnte dann auf einer Windows Umgebung so aussehen:

In der Unix-Welt geht es einfacher
Wie erwähnt habe ich es mit einer Unix Umgebung getestet und dies sogar bei einem Provider, der landläufig nicht zu ersten Wahl gehört, wenn man nach Provider fragt. Ich meine natürlich 1und1 mit einem Bussiness Paket. Unix kann nicht nur die Speicherplatz Limitierung ausgeben sondern auch die Beschränkungen für Dateien. Also zeige ich dann auch konsequent beides an:

Das Original beim Provider selbst
Nur um die Unix Version mit der Anzeige beim Provider selbst abzugleichen, füge ich hier nochmal einen Screenshot mit an. Wie zu sehen ist, rechnet der Provider in Punkto Speicherplatz scheinbar mit 1000 Byte für ein 1kB statt 1024, war auch nicht anders zu erwarten.
Übrigens: die 8 Dateien Unterschied sind die in diesem Artikel hochgeladenen 4 Bilder und die 4 Verkleinerungen, die WordPress selbst erstellt, sozusagen eine Live-Kontrolle.

Zusammenfassung
Wie man sehen kann, gibt es immer Möglichkeiten, bestimmte Daten anzeigen zu lassen. Man muß sich nur die Mühe machen, sich mit der Materie auseinander zu setzen. Mein Ansatz funktioniert in vielen Fällen, wird aber dennoch bei einigen nicht laufen. Jedoch wird mein Plugin das erkennen. Im Dashboard erscheint schlicht nichts (kann man übigens auch wieder auf Wunsch deaktivieren) und in der Backend-Seite meines Plugins wird dann darauf hingewiesen, daß Berechtigungen fehlen, diese Daten anzuzeigen.
Auch dies ist für mich ein Mehrwert, denn das erspart mir die lästige Anmeldung beim Provider, um das nachzuschauen. Wie denkt ihr darüber?






Ivan
08.09.2010 | 08:10Wenn man viele Wordpress Installationen aufsetzt, ist die Auslesung des Speicherplatzes eine gute Sache. Ich hatte jedoch nie Probleme, denn bei den meisten Anbietern bekommt man so viel Speicherplatz, dass man es mit Wordpress nie füllen könnte (ausser bei MP3 oder Filmen
) …
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codestyling
08.09.2010 | 08:49Im Normalfall hast du Recht damit. Allerdings sieht die Sache anders aus, wenn man WordPress in Kombination mit Multi Site und BuddyPress und/oder bbPress laufen lässt. Wenn User eigene Sachen hochladen können oder Anhänge gespeichert werden können, kann man sehr schnell mal Probleme bekommen. Und man kann auch sehen, ob jemand den Platz kontinuierlich “zumüllt”, indem der Platz quasi als Filesharing mißbraucht wird.
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Andyt
08.09.2010 | 09:01Eine wirklich geniale Idee. Das erspart auch den Wechsel in das Providerinterface…
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Thomas Scholz
08.09.2010 | 15:04Bei All-Inkl.com liegt im Verzeichnis /usage/ eine Datei webspace.txt, in der steht, wie viel Platz die einzelnen Datenbanken und E-Mail-Postfächer verbrauchen. Die ist nicht immer tagesaktuell, aber so stark ändert sich das nicht von einem Tag auf den anderen.
Deine Erweiterung finde ich auf jeden Fall sehr nützlich. Gerade Webforen explodieren schnell im Speicherverbrauch, das muß man immer im Auge behalten.
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Philipp
09.09.2010 | 15:50Vielleicht könnte man noch hinzufügen, wieviel Platz diese WordPress-Installation braucht, damit nicht der ganze Rest mitgezählt wird…
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